20150614

[mnemosyne] last night again you were in my dreams[1]


πάντα ῥεῖ ~~~~ λήθη ῥεῖ ~~~~ για αλεξάντερ

Das Buch. Ich nahm es zu mir. Es wirkte magisch. Schriften aus vergangener Zeit. Ich las sehr lange, bis spät in die Nacht. Wandlung. Und mußte immer wieder an sie denken. War es dasselbe Interesse von ihr an dem Buch wie das meine? Immer und immer wieder mußte ich an sie denken.

Momentum: Alles Leben ist Wandel
Gezeigt im Rahmen der MDR Kurzfilmnacht am 25/04/2015
Regie: Alexander Bergmann
Kamera: Nicolai Rissmann
Ton: Phil Nylund
Darsteller: Sophia Weiß, Dimitri Roggen
Gezeigt wird, wie sich zwei junge Menschen in einer für sie unerwarteten Lebenssituation zusammenfinden. Die beiden sehen sich das erste Mal in einer Bibliothek. Bald darauf, bei einem zweiten Treffen, bemerken sie, dass sie offenbar dieselben Interessen und Bedürfnisse haben und so entwickelt sich aus ihrem anfänglichen Gespräch eine Diskussion. Alles dreht sich um ein mysteriöses Buch und dessen Thematik aus weit vergangener Zeit. Es stellt sich heraus, dass sie sehr unterschiedliche Auffassungen hierzu haben. So unterschiedlich, dass es zu einem Streit kommt und ihre Wege sich vorerst trennen. Nach ihrer Begegnung beginnen beide den Sinn ihrer Gegensätzlichkeit zu verstehen und sich von vergangenen Problemen zu lösen, um in der Zukunft glücklich zu sein.

[1] By any other name, a jay is still blue.

2 comments:

Matthias said...

Erinnert auf den ersten Blick an Italo Calvinos "Wenn ein Reisender in einer Winternacht…". Sollte man mal lesen, wenn man sich mal einem sehr unorthodoxen, streckenweise auch anstrengenden Erzählstil aussetzen möchte.

jɔt a said...

Lieber Matthias!
Ein quantitativ schmaler, aber aufrichtiger Dank für deinen Besuch in diesen opaken Gefilden, deine interessierte Betrachtung des Kurzfilms und für die beigefügte Lektüre-Empfehlung. Von Calvino besitze ich bisher nur den Kurzgeschichten-Band Cosmicomics (mein kunstaffines und visuell inspirierenden Erscheinungen nur allzu aufgeschlossenes Ich ließ sich damals durch das Escher'sche Cover zum Kauf hinreißen).
Wenn ich irgendwann mit der Ordnung meiner durcheinandergeratenen Hirnmansarde fertig sein sollte, werde ich mich einmal an das von dir erwähnte Büchlein wagen.